
Vor rund acht Jahren entschied ich mich für eine professionelle Laserhaarentfernung. Die Versprechen klangen fast zu gut, um wahr zu sein: dauerhaft haarfreie Haut, kein ständiges Rasieren mehr und langfristig weniger Aufwand im Alltag.
Damals hoffte ich, endlich eine Lösung gefunden zu haben, die das Thema Haarentfernung dauerhaft erledigt. Nach den ersten Behandlungen sah es sogar so aus, als würde genau das passieren.
Heute, mehrere Jahre später, kann ich deutlich besser einschätzen, wie erfolgreich die Behandlung für mich wirklich war. In diesem Beitrag teile ich meine persönlichen Erfahrungen – von den ersten Sitzungen bis zum langfristigen Fazit.
Warum ich mich für eine professionelle Laserhaarentfernung entschieden habe
Ich war das ständige Rasieren und Ausprobieren verschiedener Methoden der Haarentfernung leid und wünschte mir endlich eine Lösung, die langfristig funktioniert.
Die professionelle Laserhaarentfernung klang für mich nach der perfekten Lösung. Zumindest klangen die Werbeversprechen genau danach: dauerhaft glatte Haut und im besten Fall nie wieder rasieren.
Da ich helle Haut und überwiegend dunkle Haare an den behandelten Körperstellen hatte, galten meine Voraussetzungen als besonders gut. Außerdem waren die Preise bei M1 für mich damals erschwinglich, sodass ich mich entschied, die Behandlung selbst auszuprobieren.
Meine Behandlung im Überblick
- Methode: Diodenlaser
- Behandlungsort: M1 (Berlin)
- Behandlungsbeginn: vor rund 8 Jahren
- Behandelte Körperstellen: Achseln, Unterschenkel und Intimbereich
- Anzahl der Sitzungen: ca. 6–7
- Abstand zwischen den Sitzungen: etwa 6–8 Wochen
- Schmerzen: kaum Schmerzen
- Kosten: ca. 60–80 € pro behandelter Körperregion (soweit ich mich erinnere)
So lief die professionelle Laserhaarentfernung für mich ab
Ehrlich gesagt habe ich mir vor der ersten Behandlung überhaupt keine Gedanken über mögliche Schmerzen gemacht. Ich war sogar überzeugt, dass die professionelle Laserhaarentfernung deutlich angenehmer sein würde als viele andere Methoden der Haarentfernung – und genauso war es auch.
Am meisten überrascht hat mich, wie schnell die Termine jedes Mal vorbei waren. Bei jeder Sitzung wurden meine Unterschenkel, Achseln und der Intimbereich behandelt. Trotzdem dauerte die gesamte Behandlung meist nur etwa fünf bis maximal zehn Minuten. Ich hatte mir das Ganze deutlich aufwendiger vorgestellt, stattdessen lief alles gefühlt nach dem Motto: hinlegen, Gel auftragen, zack und schon war die Behandlung wieder vorbei.
Vor jeder Sitzung musste ich mich gründlich rasieren. Anschließend wurde ein Gel auf die Haut aufgetragen, damit das Handstück des Lasers problemlos über die Haut gleiten konnte. Schmerzen hatte ich dabei kaum. Hin und wieder hat es leicht gezwickt, insgesamt empfand ich die Behandlung aber als sehr angenehm und gut auszuhalten.
Nach der Behandlung bekam ich einen Klecks Gel in die Hand und sollte die behandelten Stellen direkt selbst eincremen. Meine Haut war weder gerötet noch gereizt, sodass ich mich anschließend direkt wieder anziehen und nach Hause fahren konnte.
Außerdem wurde mir empfohlen, während der gesamten Behandlungsserie auf Sonnenbäder und Selbstbräuner zu verzichten. Deshalb ließ ich die Behandlungen bewusst im Winter durchführen, was für mich überhaupt kein Problem war.

Meine ersten Ergebnisse
Schon nach der ersten Behandlung bemerkte ich eine deutliche Veränderung. Etwa eine Woche später waren viele Haare nicht mehr nachgewachsen und die behandelten Bereiche wirkten deutlich lückenhafter. Nach meiner Erinnerung waren bereits rund 70 % der Haare verschwunden, mit einem so schnellen Ergebnis hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Auch nach der zweiten und dritten Behandlung wurde das Ergebnis immer besser. Besonders an den Achseln und im Intimbereich waren schließlich kaum noch Haare vorhanden. Zu diesem Zeitpunkt war ich wirklich begeistert und hatte das Gefühl, endlich die richtige Methode gefunden zu haben.
Ab der vierten Behandlung bemerkte ich allerdings kaum noch Veränderungen. Das Ergebnis war bereits so gut, dass sich die weiteren Sitzungen für mich kaum noch bemerkbar machten. Trotzdem setzte ich die Behandlung wie empfohlen bis zum Ende fort.
Ich war ehrlich gesagt total begeistert. Zu diesem Zeitpunkt war ich überzeugt, endlich eine Methode gefunden zu haben, die für mich wirklich funktioniert.
Mein Langzeitergebnis
Leider hielt das hervorragende Ergebnis bei mir nicht dauerhaft an. Nach meiner Erinnerung bemerkte ich etwa drei Monate nach der letzten Behandlung, dass langsam wieder einzelne Haare nachwuchsen. Anfangs waren es nur wenige, sodass ich mir zunächst keine großen Gedanken machte.
Mit der Zeit wurden es jedoch immer mehr. Innerhalb der nächsten Monate nahm der Haarwuchs Stück für Stück wieder zu, bis nach etwa einem halben Jahr kaum noch ein Unterschied zum Ausgangszustand zu erkennen war. Aus meiner Erinnerung war das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt praktisch vollständig verschwunden.
Das hat mich ehrlich gesagt sehr enttäuscht. Während der Behandlungsserie war ich überzeugt, endlich eine Methode gefunden zu haben, die für mich dauerhaft funktioniert. Umso ernüchternder war es, als die Haare nach und nach wiederkamen und ich letztendlich wieder dort stand, wo ich vor der Behandlung begonnen hatte.
Ob eine längere oder regelmäßige Auffrischungsbehandlung bei mir zu einem dauerhaft besseren Ergebnis geführt hätte, kann ich heute nicht beurteilen. Meine Erfahrung bezieht sich ausschließlich auf die sechs bis sieben Sitzungen, die ich damals durchgeführt habe.
Meine Vor- und Nachteile der professionellen Laserhaarentfernung
Vorteile
Zu den größten Vorteilen der professionellen Laserhaarentfernung gehört für mich, dass sie tatsächlich wirksam ist. Bereits nach wenigen Behandlungen waren deutliche Ergebnisse sichtbar und ich war an einigen Körperstellen nahezu haarfrei.
Außerdem empfand ich die Behandlung als sehr unkompliziert. Außer dem Rasieren vor dem Termin musste ich mich um nichts weiter kümmern. Die Behandlungen selbst dauerten nur wenige Minuten, waren für mich kaum schmerzhaft und verursachten keinerlei Hautreizungen.
Nachteile
Der größte Nachteil war für mich ganz klar, dass das Ergebnis in meinem Fall nicht dauerhaft anhielt. Gerade weil ich während der Behandlungsserie so begeistert war, hat mich das im Nachhinein besonders enttäuscht.
Hinzu kommen die Kosten, die sich bei mehreren behandelten Körperregionen schnell summieren. Außerdem erstreckt sich die Behandlung über viele Monate, sodass regelmäßige Termine inklusive Anfahrt notwendig sind.
Etwas unpraktisch fand ich außerdem, dass ich während der gesamten Behandlungsserie auf Sonne und Selbstbräuner verzichten musste. Schade war für mich auch, dass helle Haare von der Behandlung nicht oder kaum erfasst werden und deshalb weiterhin entfernt werden müssen.
Was ich heute anders machen würde
Rückblickend würde ich die Behandlung heute etwas anders angehen. Wahrscheinlich würde ich die Sitzungen nicht mehr alle innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums durchführen lassen, sondern stärker über einen längeren Zeitraum verteilen. Ob das langfristig tatsächlich einen Unterschied gemacht hätte, weiß ich natürlich nicht. Trotzdem würde mich dieser Ansatz interessieren.
Gut vorstellen könnte ich mir außerdem, die professionelle Laserhaarentfernung künftig mit meinem IPL-Gerät zu kombinieren – beispielsweise durch ein bis zwei Auffrischungsbehandlungen pro Jahr. Ob sich dadurch langfristig bessere Ergebnisse erzielen lassen, kann ich natürlich nicht sagen. Es ist aber ein Ansatz, den ich gerne einmal ausprobieren würde.
Mein Fazit
Trotz meiner Enttäuschung über das Langzeitergebnis würde ich die professionelle Laserhaarentfernung grundsätzlich weiterempfehlen, vor allem Menschen, die wie ich schon viele andere Methoden ausprobiert haben und nach einer möglichst langfristigen Lösung suchen. Positiv in Erinnerung geblieben ist mir außerdem, dass meine Haut die Behandlung sehr gut vertragen hat. Trotz meiner empfindlichen Haut hatte ich weder Hautreizungen noch andere Beschwerden.
Genau deshalb finde ich die Methode auch heute noch interessant. Der einzige Grund, warum ich die Behandlung aktuell nicht regelmäßig durchführen lasse, sind für mich die Kosten. Gerade wenn mehrere Körperregionen behandelt werden, summiert sich der Preis schnell.
Insgesamt hat die professionelle Laserhaarentfernung für mich zwar das bessere kurzfristige Ergebnis erzielt. Betrachtet man jedoch das Preis-Leistungs-Verhältnis über mehrere Jahre, hat mich mein Philips Lumea persönlich mehr überzeugt.
Wenn es finanziell besser passt, kann ich mir gut vorstellen, der Methode noch einmal eine Chance zu geben – diesmal allerdings mit einem etwas anderen Ansatz.
Im nächsten Beitrag meiner Haarentfernungsreihe geht es um den Crystal Hair Remover. Ich habe das gehypte Glasgerät selbst getestet und verrate, wie gut es im Alltag wirklich funktioniert.

Über die Autorin
Ich bin Kristina und schreibe auf Glowtiq über sensible Haut, ehrliche Pflegeerfahrungen und minimalistische Skincare. Viele Produkte teste ich über lange Zeit selbst, bevor ich darüber schreibe.
📸 Bilder: eigene Aufnahmen und gestalterische Umsetzungen.
