
Über die Jahre habe ich verschiedene Methoden zur Haarentfernung ausprobiert – vom Rasieren über Epilierer bis hin zu Enthaarungscremes. Wirklich dauerhaft war das alles allerdings nicht. Kaum waren die Haare entfernt, ging das Ganze von vorne los.
Als ich zum ersten Mal von IPL-Geräten für zu Hause hörte, war ich deshalb neugierig, aber auch skeptisch. Kann ein kleines Gerät wirklich langfristig etwas bewirken?
Inzwischen nutze ich den Philips Lumea Prestige seit etwa sechs bis sieben Jahren. In diesem Beitrag teile ich meine persönlichen Erfahrungen und zeige, welche Ergebnisse ich bei mir langfristig beobachten konnte.
Meine Anwendung mit dem Philips Lumea Prestige
Für meine Behandlungen verwende ich seit etwa sechs bis sieben Jahren den Philips Lumea Prestige.
Zu Beginn habe ich das Gerät an nahezu allen Körperstellen verwendet: an den Beinen, den Armen, den Achseln, im Intimbereich und sogar im Gesicht. In den ersten Anwendungen habe ich das Gerät etwa alle zwei Wochen benutzt, da mir damals ein Verkäufer sagte, dass dies möglich sei. Später habe ich mich an einen regelmäßigen Rhythmus von etwa vier Wochen gehalten.
Über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren habe ich die Behandlungen sehr konsequent durchgeführt. Lediglich im Sommer habe ich einzelne Anwendungen ausgelassen.
Heute verwende ich das Gerät nur noch an den Stellen, an denen ich es weiterhin für sinnvoll halte. Dazu gehören bei mir vor allem die Unterbeine, die Achseln und der Intimbereich. Die Anwendungen erfolgen inzwischen deutlich seltener – meist nur noch alle paar Monate.
So lief eine Behandlung bei mir ab
Vor einer Behandlung habe ich die entsprechenden Körperstellen zunächst rasiert. Anschließend habe ich die Haut gereinigt und mit der Behandlung begonnen. Auf Cremes, Öle oder andere Pflegeprodukte habe ich vor der Anwendung verzichtet.
Wenn ich den gesamten Körper behandelt habe – also Beine, Arme, Achseln, Intimbereich und Gesicht – hat eine Anwendung bei mir ungefähr eine Stunde gedauert. Je nach Körperstelle konnte es natürlich etwas schneller oder länger gehen.
Nach der Behandlung habe ich die Haut meist mit Aloe-Vera-Gel gepflegt. Zeitweise habe ich auch spezielle Gele verwendet, die für die Pflege nach Laser- oder IPL-Behandlungen angeboten werden. Mit Aloe Vera bin ich jedoch ebenfalls gut zurechtgekommen.
Außerdem habe ich darauf geachtet, die Haut vor und nach den Behandlungen möglichst wenig direkter Sonne auszusetzen.
Dasselbe galt bei mir für Selbstbräuner. Während der Behandlungsphasen habe ich nach Möglichkeit darauf verzichtet, da künstlich gebräunte Haut die Anwendung beeinflussen kann.

Meine Erfahrungen mit IPL nach 6–7 Jahren
Da die Ergebnisse je nach Körperstelle sehr unterschiedlich ausgefallen sind, habe ich meine Erfahrungen einzeln zusammengefasst.
Unterbeine
- Ausgangssituation: dunkle, kräftige Haare
- Ergebnis: sehr gute Wirkung
- Reduzierung: ca. 80 %
- Heute: etwa eine Rasur pro Woche statt täglich
Achseln
- Ausgangssituation: dunkle, dichte Haare
- Ergebnis: sehr gute Wirkung
- Reduzierung: ca. 80 %
- Heute: einmal pro Woche enthaaren
Intimbereich
- Ausgangssituation: dunkle, sehr dichte Haare
- Ergebnis: gute Wirkung, aber schwächer als an Unterbeinen und Achseln
- Randbereiche: ca. 90 % Reduzierung
- Sehr dichte Bereiche: ca. 40–50 % Reduzierung
- Heute: weiterhin Enthaarung notwendig, aber deutlich weniger Arbeit als vor der IPL-Behandlung
Arme, Oberschenkel, Gesicht (Damenbart)
- Ausgangssituation: helle, feine Haare
- Ergebnis: keine sichtbare Veränderung
- Behandlungen später eingestellt
Mein persönlicher Eindruck nach 6–7 Jahren: IPL hat bei mir vor allem dort gut funktioniert, wo die Haare dunkel und kräftig waren. An hellen oder feinen Haaren konnte ich dagegen selbst nach mehreren Jahren Anwendung keine nennenswerte Wirkung feststellen.
Wann habe ich erste Ergebnisse bemerkt?
Eine Frage, die viele interessiert, ist, wann die ersten Ergebnisse sichtbar werden.
Bei mir war es nicht so, dass plötzlich ganze Bereiche haarfrei wurden. Die Veränderungen kamen eher schrittweise. Nach etwa drei bis sechs Monaten hatte ich erstmals den Eindruck, dass die Haare langsamer nachwuchsen als früher.
Eine deutliche Verringerung des Haarwuchses zeigte sich bei mir erst später. Die Ergebnisse, die ich heute habe, haben sich über mehrere Jahre entwickelt und nicht innerhalb weniger Wochen oder Monate.
Nach meiner persönlichen Erfahrung braucht IPL vor allem Geduld und regelmäßige Anwendungen.
Vorteile, die ich persönlich durch IPL festgestellt habe
Deutlich weniger Aufwand
Der größte Vorteil ist für mich ganz klar die Zeitersparnis. Früher musste ich mich ständig mit dem Thema Haarentfernung beschäftigen. Heute reicht es bei vielen Bereichen aus, wenn ich mich etwa einmal pro Woche darum kümmere.
Schönere Haut
Seitdem der Haarwuchs deutlich zurückgegangen ist, wirkt die Haut für mich insgesamt ruhiger und gepflegter. Besonders an den Unterbeinen fallen die dunklen Haarpunkte, die ich früher selbst direkt nach der Rasur sehen konnte, heute kaum noch auf.
Weniger Belastung für die Haut
Da ich mich deutlich seltener rasieren muss als früher, wird meine Haut insgesamt weniger strapaziert. Auch Probleme wie eingewachsene Haare treten bei mir wesentlich seltener auf.
Flexible Anwendung zu Hause
Ein weiterer Vorteil ist für mich die Möglichkeit, die Behandlungen jederzeit zu Hause durchzuführen. Ich muss keine Termine vereinbaren und kann die Anwendung dann durchführen, wenn es zeitlich für mich passt.
Relativ schmerzarm
Im Vergleich zu Methoden wie Epilieren oder Wachsen empfinde ich IPL als deutlich angenehmer. Gelegentlich kann es etwas zwicken oder leicht warm werden, insgesamt empfinde ich die Behandlung jedoch als gut auszuhalten.
Nachteile, die ich persönlich bei IPL festgestellt habe
Hohe Anschaffungskosten
Der größte Nachteil ist für mich der Anschaffungspreis. Im Vergleich zu Rasierern oder Enthaarungscremes kostet ein IPL-Gerät zunächst relativ viel Geld. Die Investition erfolgt auf einen Schlag und kann daher abschreckend wirken.
Geduld ist notwendig
Wer schnelle Ergebnisse erwartet, könnte enttäuscht werden. Bei mir hat es lange gedauert, bis sich die Ergebnisse wirklich deutlich gezeigt haben. Das Endergebnis, das ich heute habe, hat sich über mehrere Jahre entwickelt und nicht innerhalb weniger Wochen.
Sonne und Selbstbräuner
Während der Behandlungsphasen musste ich auf Sonne und Selbstbräuner achten. Das hat mich teilweise eingeschränkt und erforderte etwas Planung, insbesondere in den Sommermonaten.
Die Übergangsphase kann unangenehm sein
Zu Beginn hatte ich zeitweise den Eindruck, dass die Haare zunächst vor allem langsamer gewachsen sind. Dadurch blieben sie länger in der Phase, in der sie nach der Rasur etwas kratzig sein können. Das war bei mir jedoch nur vorübergehend und hat sich später wieder gelegt.
Mein Fazit nach 6–7 Jahren IPL
Rückblickend gehört der Philips Lumea Prestige für mich zu den Beauty-Anschaffungen, die sich am meisten gelohnt haben. Zwar bin ich nicht komplett haarfrei geworden und muss mich auch heute noch regelmäßig rasieren oder enthaaren, der Aufwand hat sich jedoch deutlich reduziert.
Besonders an meinen Unterbeinen und Achseln konnte ich sehr gute Ergebnisse erzielen. Im Intimbereich war die Wirkung ebenfalls spürbar, wenn auch etwas schwächer. An hellen und feinen Haaren konnte ich dagegen kaum Veränderungen feststellen.
Auch die Anschaffungskosten sehe ich heute deutlich entspannter als damals. Ein IPL-Gerät kostet zunächst relativ viel Geld, dafür nutze ich meines inzwischen seit sechs bis sieben Jahren. Da ich mich insgesamt deutlich seltener rasieren oder anderweitig enthaaren muss, relativieren sich die Kosten für mich rückblickend ein Stück weit.
Würde ich mich heute noch einmal entscheiden müssen, würde ich wieder zu einem IPL-Gerät greifen. Wer helle Haut und dunkle Haare hat und bereit ist, etwas Geduld mitzubringen, kann meiner Erfahrung nach durchaus von der Methode profitieren.
Wer dagegen überwiegend sehr helle oder feine Haare hat, sollte seine Erwartungen eher niedrig halten. In meinem Fall zeigte IPL dort selbst nach mehreren Jahren Anwendung kaum Wirkung.
Insgesamt hat IPL die Haarentfernung für mich deutlich unkomplizierter gemacht und mir langfristig viel Zeit und Aufwand erspart. Dass ich mich heute nur noch einen Bruchteil so oft mit dem Thema Haarentfernung beschäftigen muss wie früher, empfinde ich als echten Gewinn an Lebensqualität.
Hast du selbst schon Erfahrungen mit IPL gemacht? Dann kannst du mir gerne in den Kommentaren berichten, wie die Behandlung bei dir funktioniert hat.
Im nächsten Beitrag geht es um meine Erfahrungen mit der professionellen Laserhaarentfernung.

📸 Bilder: eigene Aufnahmen und gestalterische Umsetzungen.
Über die Autorin

Ich bin Kristina und schreibe auf Glowtiq über sensible Haut, ehrliche Pflegeerfahrungen und minimalistische Skincare. Viele Produkte teste ich über lange Zeit selbst, bevor ich darüber schreibe.
