
Warum ich mit Dermaroller angefangen habe
Heute nehme ich euch mit auf eine kleine Zeitreise – zurück zu einem Beauty-Experiment, das ich vor ungefähr zehn Jahren gemacht habe: den Dermaroller.
Meine Haut war damals eigentlich recht brav, nur ab und zu etwas zickig. Trotzdem wollte ich sie noch ein bisschen perfekter machen: feinere Poren, Anti-Aging vorbeugen, einfach das Beste herausholen. Und weil der Dermaroller damals überall empfohlen wurde, habe ich mich neugierig mitreißen lassen.
Später habe ich sogar ein paar Sitzungen professionelles Microneedling bei einer Kosmetikerin ausprobiert – mit eher durchwachsenem Ergebnis. In diesem Beitrag erzähle ich euch von beiden Erfahrungen: wie meine empfindliche Haut darauf reagiert hat, was gut lief – und was ich heute anders machen würde.
Zu Hause vs. Professionell
Mein Ablauf und die Anwendung des Dermarollers zu Hause
Setup & Tool
- Nadelgrößen: zuerst 0,25 mm → dann 0,5 mm → später 1,0 mm
- Material: Edelstahl und Titan (für mich kein spürbarer Unterschied)
- Geräte: verschiedene Online-Modelle (Marken nicht mehr sicher)
Ablauf
- Zeitraum: ca. 1 Jahr regelmäßig (mit Pausen)
- Häufigkeit: etwa alle 3–4 Wochen
- Vorbereitung: Gesicht gründlich reinigen, Roller desinfizieren
- Anwendung: sanft, 3x in horizontal/vertikal/diagonal Bahnen, ohne starken Druck
- Nachbehandlung: beruhigendes Serum/Creme; bei mir deutliches Brennen kurz nach der Anwendung
Hautreaktion
- 3-5 Tage Rötung, Wärmegefühl meist nach Stunden abgeklungen
Ergebnis
- Feinere und prallere Hautstruktur (allerdings nicht dauerhaft, max. 7 Tage), aber auch gelegentlich kleine Unreinheiten nach Anwendungen
Mein Erlebnis beim professionellen Microneedling
Setup & Tool
- Ort: Kosmetikstudio
- Sitzungen: 4 Behandlungen
- Nadeltiefe: deutlich tiefer als zu Hause (genaue Tiefe weiß ich nicht mehr)
- Betäubung/Hygiene: betäubende Creme, sterile Einwegaufsätze
Ablauf
- Abstand: ungefähr 4–6 Wochen zwischen den Terminen
- Durchführung: flächiges Needling durch die Kosmetikerin, anschließend Studio-Pflege
Hautreaktion
- Stärkere Rötung, längere Erholungszeit
Ergebnis
- Prallere Haut aber auch empfindliche/ gestresste Haut, fühlte sich gereizt an mit Unreinheiten nach den Behandlungen

Dermaroller & Microneedling – mein Fazit nach 1 Jahr und 4 Sitzungen
Rückblickend muss ich ehrlich sagen: Ich würde den Dermaroller zu Hause nicht noch einmal anwenden.
Damals war meine Haut insgesamt gesünder und hat die Behandlung vermutlich besser weggesteckt – heute wäre es für meine empfindliche Haut undenkbar.
Ja, der „Wow-Effekt“ war da: Die Haut fühlte sich für ein paar Tage praller, glatter und feiner an. Aber das lag rückblickend eher an den Mikroverletzungen als an echter Verbesserung. Langfristig habe ich den Eindruck, dass meine Hautbarriere dadurch geschwächt wurde. Nach einem Jahr Dermaroller hatte ich mehr Hautprobleme als vorher.
Beim professionellen Microneedling war es ähnlich – vielleicht sogar noch schwieriger für meine Haut. Hier muss ich fairerweise sagen: Viele Jahre waren seitdem vergangen, meine Haut war bereits empfindlicher und gereizter. Trotzdem war das Ergebnis enttäuschend: Mehr Rötungen, längere Erholungszeiten, keine spürbare Verbesserung. Selbst meine Kosmetikerin hat nach mehreren Sitzungen eingeräumt, dass meine Haut eher gestresster wirkte und wir die Abstände verlängern sollten.
Mein persönliches Fazit: Für empfindliche oder barrieregestörte Haut würde ich weder Dermaroller noch Microneedling empfehlen. Kurzfristig sieht die Haut vielleicht schöner aus – langfristig hat es mir eher geschadet als genutzt.
Wenn du Microneedling trotzdem ausprobieren möchtest – meine Tipps
- Sanft starten: Wähle eine kleine Nadelgröße (z. B. 0,25 mm) und taste dich langsam heran.
- Hygiene ist Pflicht: Roller immer desinfizieren (vor und nach der Anwendung), Hände waschen, saubere Haut.
- Nicht zu oft: Gib der Haut genug Zeit zur Regeneration – eher seltener anwenden.
- Keine aktive Akne oder Entzündungen: Sonst verteilst du die Bakterien noch mehr.
- Nachbehandlung: Sanfte, beruhigende Pflegeprodukte ohne Alkohol oder reizende Inhaltsstoffe verwenden.
- Aufhören, wenn sich die Haut verschlechtert: Rötungen, starkes Brennen oder eine deutlich gestresste Haut sind Warnsignale – nicht ignorieren! Ich habe damals den Fehler gemacht, trotz solcher Anzeichen weiterzumachen, und das bereue ich heute.
🌸 Hinweis:
Dieser Beitrag spiegelt nur meine persönliche Erfahrung wider und ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn du Microneedling oder Dermaroller ausprobieren möchtest, sprich vorher mit einer Hautärztin oder einem Hautprofi, um Risiken zu vermeiden.
📸 Bilder: eigene Aufnahmen und gestalterische Umsetzungen.
Das war mein persönliches Kapitel „Needles & Me“.
Hast du selbst schon Erfahrungen mit Dermaroller oder Microneedling gesammelt? Erzähl es mir in den Kommentaren – ich freue mich immer, von euch zu lesen 💬!

Über die Autorin

Ich bin Kristina und schreibe auf Glowtiq über sensible Haut, ehrliche Pflegeerfahrungen und minimalistische Skincare.
Viele Produkte teste ich über lange Zeit selbst, bevor ich darüber schreibe.
